BBS Südliche Weinstraße: Tschechische Partnerschule zu Besuch 18.11.2011

Kulturprogramm in der Pfalz und im Elsass

Vizepräsident des Europaparlaments, Libor Roucek, (Mitte) mit der deutsch-tschechischen Delegation vor dem Parlamentsgebäude in Straßburg. Von links nach rechts: Ing. Vratislav Kozak, Deutschlehrerin Klara Spackova, Schulleiter Dr. Jiri Kolin, Studienrat Mathias Bader, Studienrätin Daniela Mindum und Oberstudienrat Christian Paulus. (Foto: Klein)

Tschechisch-Unterricht bei der Abteilung Holztechnik in der BBS Südliche Weinstraße, Standort Bad Bergzabern. Die junge tschechische Deutschlehrerin Klara Spackova vermittelt den Schreinern im Hinblick auf den Besuch in Tschechien Grundkenntnisse der tschechischen Sprache.

Schnappschuss vor dem EU-Parlament in Straßburg. Von links nach rechts: Daniela Mindum, Christian Paulus, Klara Spackova, Schulleiter Dr. Jiri Slegl, Reinhold Klein (Schulleitung BBS SÜW), Ing. Jiri Kolin und Ing. Vratislav Kozak.

Kurt Lechner, Midglied des Europäischen Parlaments mit der deutsch-tschechischen Delegation im EU-Parlament. Von links nach rechts: 1. Reihe: Reinhold Klein (Schulleitung BBS SÜW), MdEP Kurt Lechner, 2. Reihe: Oberstudienrat Christian Paulus, Studienrat Mathias Bader, Ing. Jiri Kolin, 3. Reihe: Studienrätin Daniela Mindum, Deutschlehrerin Klara Spackova, Schulleiter Dr. Jiri Slegl und Ing. Vratislaw Kozak (Foto. Kühn)

Etwa 80 Kilometer ist Prag entfernt: Von Mlada Bolesav, der Mittelstadt in Böhmen, wo die tschechische Partnerschule der BBS Südlichen Weinstraße ihren Sitz hat. Von dort kam eine Delegation von Lehrern eine knappe Woche in die Südpfalz, um das gemeinsame EU-Projekt im Rahmen der Comenius-Partnerschaften im Detail zu planen und alle Vorbereitungen zu treffen, damit im Jahr 2012 das gemeinsame technisch-kaufmännische EU-Projekt einen erfolgreichen Abschluss findet.

Das binationale Projekt der technischen Schule, der auch ein technisches Lyzeum angegliedert ist, und der BBS SÜW hat den amtlichen Titel: „Gestaltung, Planung und Bau eines Schachspieltisches und Erstellen eines entsprechenden Marketingkonzepts“. Von der deutschen Seite sind die Abteilung Holztechnik (Tischler-Azubis) und die höhere Berufsfachschule Rechnungslegung und Controlling eingebunden. Die Projektwerkstücke der Jugendlichen sollen unter dem Comenius-Programm „Lebenslanges Lernen“ in beruflichen Ausbildungsgängen gemeinsam entworfen, konstruiert, gebaut und dazu für beide Regionen – in Tschechien und Deutschland – ein Marketingkonzept entwickelt werden. Langfristiges Ziel ist es, die jungen Leute auf ein erfolgreiches Berufs- und Alltagsleben im vereinten Europa vorzubereiten und „fit zu machen“. Dabei wird eine langfristige Partnerschaft angestrebt. Das Programm und der Austausch der jungen Leute, der gegenseitige Besuch, das Miteinander- Arbeiten steigern die Mobilität für später und tragen dazu bei, dass die Fähigkeiten der Einzelnen für den persönlichen Alltag, für kulturelle Aktivitäten und das Erwerbsleben trainiert und gefördert werden, so Studiendirektor Reinhold Klein von der Schulleitung der BBS SÜW, der für das Projekt hauptverantwortlich ist.

Ein umfangreiches Arbeits- und Kulturprogramm, das im Vorgriff auf den Besuch der BBS-SÜW-Schüler im März 2011 und den Gegenbesuch der tschechischen Partnerschüler im Mai nächsten Jahres stand, umfasste neben professionellen Stadtführungen in Bad Bergzabern und Landau auch den Besuch des Europaparlaments in Straßburg, wo die Teilnehmer an einer Plenardebatte teilnahmen und Gelegenheit hatten, sich mit dem Vizepräsidenten des EU-Parlaments, Libor Roucek, und Europa-Parlamentariern zu unterhalten. Von deutscher Seite aus konnte der Europaabgeordnete Kurt Lechner aus Kaiserslautern die Abordnung von beiden Schulen begrüßen und für das Europaprojekt gutes Gelingen wünschen.(lpa)